Ausgangssituation
Von 100 % Soziokratie zur arbeitsfähigen Balance: Ein in Heidelberg ansässiger Softwareanbieter (~120 Mitarbeitende) hatte nach einer radikalen 180-Grad-Wende von hierarchischen Strukturen hin zu 100-prozentiger Soziokratie zahlreiche Initiativen, Communities und neue Leitplanken angestoßen, inklusive eines stark veränderten Prozesses zur Benennung von Führungskräften.
Die Kehrseite: interne Prozesse und Leistungserstellung verloren an Fokus, Verantwortlichkeiten wurden unklar, bereichsübergreifende Zusammenarbeit hakte und Umsatz und Output litten. Unsere Aufgabe: keine weitere „große Welle“, sondern Kurskorrektur und Stabilisierung.
Vorgehen & Schwerpunkte
- Führung klären: Kompetenzmodell & Führungskräfteentwicklung
Gemeinsam mit Vertretungen aus Lenkungs- und Führungskreis entstand ein unternehmensspezifisches Kompetenzmodell als gemeinsame Sprache und Commitment. Darauf aufbauend wurde eine Ist-Aufnahme der Führungspraxis, mit Hilfe von Analysen und einer Talentkonferenz vorgenommen, auf deren Basis die weitere Begleitung entwickelt wurde: Führungs-Workshops und –Coachings mit Fokus auf Führen im Alltag der Selbststeuerung, Rollenklarheit, Entscheidungslogiken, Zusammenarbeit im Führungsteam und Kommunikation. - Lenkungskreis-Sparring & Change-Kommunikation
Im zweiwöchentlichen Rhythmus berieten wir den Lenkungskreis zu Entscheidungen, deren Haupt-/Nebenwirkungen, Alternativen und zur transparenten Kommunikation ins Unternehmen. Diese Taktung wurde zum Steuerungs- und Reflexionsformat des Gesamtvorhabens. - Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Dev/PM/CS neu ordnen
Nach Analyse der Schnittstellen arbeiteten wir mit Vertreter:innen aller drei Bereiche in einem OE-Workshop systemisch-multiperspektivisch die wirksamsten Hebel heraus und leiteten einen Maßnahmenplan ab, der die eigenständige Umsetzung in den Folgewochen ermöglichte – mit Fokus auf Output bei minimalem Ressourceneinsatz.
Ergebnisse und Business Impact
Über die Projektlaufzeit von nur 8 Monaten gelang es, Orientierung in Führung, Klarheit im Kernprozess und Ruhe in der Organisation herzustellen.
- Mehr Souveränität & Orientierung in der Führung: Das gemeinsame Verständnis „guter“ Führung und die gezielte Befähigung stärkten Sicherheit und Wirksamkeit.
- Klare Umbau-Logik im Leistungsbereich: Die neu strukturierte Zusammenarbeit Dev/PM/CS schuf Transparenz und Pfade zu höherem Output.
- Stabilisierung statt Überforderung: Fokus auf Rollenklärung, Kollaboration und ruhige Kurskommunikation – als tragfähiges Fundament für weitere Schritte.
Projektfakten
- Zeitraum: Januar 2024 – August 2024
- Ort: Heidelberg
- Unternehmensgröße: ca. 120 Mitarbeitende
- Zielgruppen: GF, Lenkungskreis, Führungskräfte, People & Culture, Dev/PM/CS-Vertretungen
- Schwerpunkte: Kompetenzmodell, Führungskräfteentwicklung, Beratung und Begleitung der internen Transformation, Schnittstellenzusammenarbeit (OE-Beratung)
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